Sunday, May 12, 2013

Schulabschluss – und was nun?



„Was willst du mal werden, wenn du groß bist?“ – das ist die Frage, die bereits Kleinkinder gestellt bekommen und voller Begeisterung mit „Feuerwehrmann“ oder „Prinzessin“ beantworten. Doch je älter man wird, desto schwieriger fällt einem die Antwort darauf. Kein Wunder also, wenn sich frische Schulabgänger fragen: „Und was nun?“ Die Auswahl ist vielfältig und damit auch die Möglichkeit den falschen Weg einzuschlagen potenziell höher. „Lern etwas Richtiges“  oder „Verdien‘ erst mal Geld“ sind dann die wohlgemeinten Ratschläge der älteren Generation. Aber was ist „etwas Richtiges“ und was habe ich davon jetzt erst mal Geld zu verdienen?




Die heutige Generation tickt etwas anders. Sie haben ihre Eltern erlebt, wie sie seit ihrem 16. Lebensjahr dafür schuften endlich die Rente zu erreichen. 30 Jahre immer dasselbe tun und voller Arbeit vergessen zu leben? – Nein, so denkt die heutige Generation nicht. Sie möchte etwas erleben bevor sie sich ins Berufsleben stürzt. Sie möchte die Welt kennen lernen, sich selbst finden und Arbeit und Freizeit in einen guten Einklang bringen. Aber wie ist das möglich ohne positive Vorbilder?

Kurvendiskussion, Gedichtinterpretation und der 2. Weltkrieg – davon hat man in der Schule gehört. Den einen hat es interessiert, den anderen nicht. Praktisch an die Berufswahl herangeführt haben einen Lieblingsfächer jedoch oftmals auch nicht. Und: Kann man sich nach zehn bis dreizehn Jahren Schule nicht auch mal eine Pause gönnen?

Egal in welche Richtung die eigenen Fragen nach dem Schulabschluss gehen – es lohnt sich, die Welt da draußen kennen zu lernen. Ob als Deutschlehrer in Estland, als Schauspieler in einem Multikulti-Musical oder als Helfer auf einem argentinischen Bauernhof. Die Möglichkeiten sind tatsächlich vielfältig – und Fehlentscheidungen gibt es nicht. Es gibt nur Erfahrungen aus denen man lernen kann. Selbst wenn man nach einem Auslandsaufenthalt die Erkenntnis mitnimmt, dass die Aufgabe nichts für einen ist, dann weiß man wenigstens, was sich für die weitere Berufswahl ausschließen lässt.

Neugierig geworden? –  Hier sind einige Erfahrungsberichte nachzulesen.

Wer gleich zur Tat schreiten möchte, kann auch direkt auf den Webseiten der Organisationen stöbern und findig werden.

Organisation
Zielgruppe
Dauer
Arbeitsbereich
Weltwärts

18 - 27 Jahre
6 – 24 Monate
Gemeinnützige Projekte
Kulturweit

18 – 26 Jahre
6 – 12 Monate
Arbeit in Schulen
WWOOF
alle
offen
Feldarbeit und Arbeit auf dem Bauernhof
Internationaler Jugendfreiwilligendienst
16 – 26 Jahre
6 – 18 Monate
Gemeinnützige Projekte
Au Pair
17 – 30 Jahre
3 – 12 Monate
Kinderbetreuung und Haushaltshilfe
Europäischer Freiwilligendienst
16 – 30 Jahre
2 Wochen –    12 Monate
Soziale, ökologische, kulturelle Projekte
Workcamps
14 – 70 Jahre
1 Woche –        6 Monate
alle Bereiche möglich
Work & Travel
18 – 30 Jahre
ab 6 Monaten
in Firmen

Ein Artikel von Ellen Schaller

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